“Ottensen Bewegt“

Einladung von Ottensen Bewegt zum 1. Online-Bürger/Innen-Treffen am 3.12.2020 um 19:30 Uhr. Kommt und macht online mit! Wir freuen uns.

Ottensenbewegt-Einladung-final

(https://bit.ly/3fj9gvx – Meeting ID: 954 0872 9569 –
Kenncode: 064554)

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Ottensen ist aktuell ein mit dem Auto schwer erreichbarer Ort. Zahlreiche Baustellen an vielen neuralgischen Punkten machen es zu manchen Zeitpunkten fast unmöglich, ohne große Umwege sein Ziel zu erreichen.
Manches hängt mit dem Umbau für die Velorouten zusammen, manches mit dem Bau der neuen S-Bahn-Haltestelle Ottensen, manches wissen wir nicht.
Der Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung Altona muss corona-bedingt noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagen. Ebenso müssen die Bezirksversammlungen ohne Öffentlichkeit stattfinden.
Hier werden jedoch Weiche für die künftige Verkehrssituation in Ottensen gestellt. Nach den Beschlüssen zu den Velorouten folgen jetzt Beschlüsse zu den sog. Bezirksrouten.
In Ottensen wohnen interessierte und engagierte Menschen. Alle profitieren, wenn die Bürgerinnen und Bürger vor Ort einbezogen werden.

Wir wünschen uns mehr Information und mehr Beteiligung. Z.B. in Form von Aufstellern, einer Informationsseite auf der Webite des Bezirksamtes, eine Online-Plattform zur Beteiligung oder Ähnliches. Lasst und gemeinsam Argumente hören und austauschen, lasst uns in einen Dialog eintreten.

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“Ottensen autofrei” – Kosten –
eine aktuelle Story in vier Kapiteln (Stand: 2.11.2020) – Kapitel 1:

SKA-Ottensen-macht-Platz

“Ottensen autofrei” – Kosten –
eine aktuelle Story in vier Kapiteln (Stand: 2.11.2020) – Kapitel 2:

Sehr geehrter Herr Capar,

für die im Betreff angegebene Kleine Anfrage hat uns nachfolgende Antwort erreicht:

Das Projekt ist noch nicht schlussgerechnet, da sowohl die Abrechnung des Abbruchs des Projekts als auch die Erstellung des Evaluationsberichts noch nicht abgeschlossen ist. Sobald das Projekt schlussgerechnet ist, wird das Fachamt Management des öffentlichen Raumes eine Mitteilungsdrucksache für den VkA erstellen. Daher ist eine derzeitige Beantwortung der Kleinen Anfrage nicht möglich.

Die ordentliche Drucksache folgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Freundliche Grüße

(Name bekannt)

Bezirksversammlung Altona

-Geschäftsstelle –

“Ottensen autofrei” – Kosten –
eine aktuelle Story in vier Kapiteln (Stand: 2.11.2020) – Kapitel 3:

Am 12. Oktober 2020 stellte der Bezirksabgeordnete Mithat Capar eine Kleine Anfrage “Ottensen macht Platz” (OMP) und erhielt am 22. Oktober folgende Antwort des Bezirksamtes Altona:

„Das Projekt ist noch nicht schlussgerechnet, da sowohl die Abrechnung des Abbruchs des Projekts als auch die Erstellung des Evaluationsberichts noch nicht abgeschlossen ist. Sobald das Projekt schlussgerechnet ist, wird das Fachamt Management des öffentlichen Raumes eine Mitteilungsdrucksache für den VkA erstellen. Daher ist eine derzeitige Beantwortung der Kleinen Anfrage nicht möglich.

Die ordentliche Drucksache folgt zu einem späteren Zeitpunkt.“

Zur Information: Das Fragerecht der Abgeordneten ist ein Instrument der parlamentarischen Kontrolle und verhilft den Abgeordneten die zur Ausübung ihres Mandats erforderlichen Informationen zu beschaffen… In Angelegenheiten, für die das Bezirksamt zuständig ist, können Mitglieder der Bezirksversammlung (BV) Große und Kleine Anfragen stellen (§ 24 I BezVG)… Kleine Anfragen werden von mindestens einem Mitglied der BV schriftlich gestellt und müssen von der Bezirksamtsleitung binnen acht Arbeitstagen beantwortet werden.

Am 27. Januar 2020 hatte das Verwaltungsgericht Hamburg beschlossen: „Die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs vom 5. Dezember 2019 gegen die Aufstellung der Verkehrszeichen VZ 242 nach Anlage 2 zu § 41 Abs. 1 StVO im Projektgebiet „Ottensen macht Platz“ wird angeordnet.“ Damit musste das Projekt OMP vorzeitig beendet werden.

Auch wenn sich die Gesamtkosten noch nicht abschließend beziffern lassen, fällt es schwer zu glauben, dass nach nunmehr 9 Monaten seit der Beendigung des Projektes das Bezirksamt Altona nicht in der Lage sein soll, die Kosten für einzelne, in der KA dezidiert aufgelistete Bereiche zu benennen.

Wie schon während der Planung und Durchführung von OMP sowie der jetzigen Verkehrsplanung in Ottensen bemängeln wir die fehlende Transparenz und Bürgerbeteiligung. Wer kontrolliert die Exekutive in Altona?

Viele Grüße
Gisela Alberti

“Ottensen autofrei” – Kosten –
eine aktuelle Story in vier Kapiteln (Stand: 6.11.2020) – Kapitel 4:

Grosse-Anfrage-der-SPD-Fraktion-Ottensen-ma-cht-Platz-II

Fortsetzung folgt …

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Antwort des Bezirksamtes Altona (erhalten am 28.10.2020 – farbliche Hervorhebung stammt von Ottensen Bewegt) des Bezirksamtes Altona auf unser Statement vom 26.8.2020:

Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst möchten wir uns für die verspätete Rückmeldung entschuldigen:

In den vergangenen Monaten standen im Bezirksamt Altona leider keine personellen Ressourcen zur Verfügung, um das Projekt Autoarmes Ottensen zu bearbeiten, aber nun haben wir gute Nachrichten:

Das Stellenbesetzungsverfahren zum Projekt Autoarmes Ottensen ist im vollen Gange. Das BA Altona erhofft sich eine Besetzung der Stellen zum 1.12.2020, spätestens aber bis Anfang 2021. Sobald die Stellen besetzt sind und das Projekt startet, wird mit der Erarbeitung eines Kommunikations- und Beteiligungskonzeptes begonnen. Sobald dies fertiggestellt und mit den politischen Gremien abgestimmt ist, wird das Bezirksamt Altona auf die entsprechenden Akteure zugehen und die Öffentlichkeit informieren. Wir bitten bis dahin um Ihr Verständnis.

Elias Olshausen

Leitung Abteilung Straßen und Gewässer

Bezirksamt Altona, Fachamt Management des öffentlichen Raumes

Ottensen Bewegt-Statement vom 26.8.2020

Ottensen Bewegt ist im August 2019 als Initiative von Anwohnern und Gewerbetreibenden entstanden, die von den Auswirkungen des Projekts “Ottensen macht Platz” mit der Sperrung von Straßen für den Autoverkehr unmittelbar betroffen waren. Das Projekt wurde nach erfolgreicher Klage von Betroffenen im Februar 2020 vorzeitig beendet. Auf einer Diskussionsveranstaltung in der Fabrik am 15. Februar 2020 wurde von der Bezirksamtsleiterin Frau von Berg eine offene und transparente Diskussion über zukünftige Verkehrs- und Mobilitätskonzepte für Ottensen in Aussicht gestellt. Explizit auch unter Beteiligung von Initiativen. Ottensen Bewegt hat dazu uneingeschränkt ja gesagt.
Gleichwohl wurde am 20. Februar mit der Mehrheit von Grüne/CDU in der Bezirksversammlung Altona ein Antrag unter der Überschrift “Autoarmes Ottensen: Verkehrswende gemeinsam gestalten“ beschlossen, der ohne die versprochene Beteiligung zustande kam und der inhaltlich von Ottensen Bewegt in vielen Punkten kritisiert wird.

Am 17. August hat in nicht-öffentlicher Sitzung eine Sitzung des Verkehrsausschusses stattgefunden, in der dem Fachausschuss eine öffentlich zugängliche Mitteilungsdrucksache des Bezirksamts Altona vorgelegt wurde. Darin wird zu dem Beschluss der Bezirksversammlung vom 20. Februar Stellung genommen, nachdem zu vielen Punkten auch mit der Behörde für Inneres und Sport (BIS) Rücksprache genommen wurde. Und die Antworten haben es in sich.

  • Die BIS hält es für „zwingend geboten, hier zunächst ein rechtlich einwandfreies, d.h. u.a. unter Bürgerbeteiligung zustande gekommenes, funktionales, für den Bürger selbsterklärendes und verständliches Verkehrskonzept zu erstellen.“
  • „Die rechtlichen Vorgaben einer Fußgängerzone mit den gewünschten Ausnahmen in Einklang zu bringen, ist jedoch aus straßenverkehrsbehördlicher Sicht problematisch.“
  • „Die Erreichbarkeit von Gewerbetreibenden muss in der zukünftigen Grundauslegung vom Verfahrensträger betrachtet und bewertet werden. Die StVO bietet kein ausreichendes Instrumentarium, um einerseits eine Förderung des Fußgängerverkehrs und andererseits die Erreichbarkeit der Grundstücke, die Aufrechterhaltung des Wirtschaftsverkehrs im innerstädtischen Bereich gleichermaßen zu gewährleisten.”

Wir könnten noch viele weitere Zitate bringen. Für uns geht aus der Stellungnahme eindeutig hervor, dass der Beschluss der Bezirksversammlung v. 20.02.2020 so nicht umsetzbar ist.

Wir fordern daher erneut: Lasst uns gemeinsam ein Verkehrs- und Mobilitätskonzept für Ottensen entwickeln und umsetzen, das unter Mitwirkung der Betroffenen zustande kommt. Ein Konzept, das ohne ideologische Scheuklappen zustande kommt.
Wir fordern den versprochenen Runden Tisch unter Beteiligung der unterschiedlichen Initiativen.

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UPDATE: 11.8.2020
Doch kein runder Tisch?
Entscheidung unter Auschluss der Öffentlichkeit?

Bereits am 17.8.2020 findet eine Sitzung des Verkehrsausschusses der Bezirksversammlung Altona zum Thema “Autoarmes Ottensen”statt – scheinbar unverständlicherweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Tagesordnung ist hier online abrufbar.

Das Versprechen von Bezirksamtsleiterin von Berg auf der Podiumsdiskussion in der Fabrik (“Wir hätten die Bürger mehr mitnehmen müssen”), einen runden Tisch von Befürwortern und Gegnern sowie Anwohnern und Gewerbetreibenden einrichten, um die Fehler der Vergangenheit zukünftig zu vermeiden, ist bisher nicht vom Bezirksamt realisiert worden.

AKTUALISIERUNG – 10.8.2020 – AKTUALISIERUNG

Folgende E-Mail heute erhalten:

Sehr geehrte Einsenderin, sehr geehrter Einsender,

leider war die Versendung der Zugangsdaten für das Bewohnerparken Ottensen technisch fehlerhaft. Der gesendete Brief ist damit gegenstandslos, sodass Sie diesen bitte vernichten können. Bitte entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten. Wir werden in Kürze ein neues Exemplar mit verbesserten Links ohne Unklarheiten in der Groß- und Kleinschreibung als auch mit neuen Zugangsdaten per Post zusenden.

Mit freundlichen Grüßen

Fachgebiet Verkehrs-Management
Verkehrsentwicklung
Ausschläger Weg 100
20537 Hamburg
E-Mail: umfragebewohnerparken@lbv.hamburg.de
www.lbv.hamburg.de

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Habe heute (8.8.2020) Post vom Landesbetrieb Verkehr erhalten. Eine sehr sinnvolle Umfrage zum wichtigen Thema Bewohnerparken in Ottensen. Mein Problem: Die genannte Kennung und das Passwort führten ins Nirwana und nicht auf eine Online-Umfrage. Geht nur mir das so? Antworten gerne als Kommentar oder E-Mail mit Erlaubnis zur Veröffentlichung auf unserer Homepage. Schönen Sommerabend! Oliver

Landesvertrieb Verkehr Ottensen Bewohnerparken Umfrage
Landesvertrieb Verkehr Ottensen Bewohnerparken Umfrage

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Verkehr und Mobilität in Ottensen – Wie geht es jetzt weiter? (Stand: 26.6.2020)

Ottensen Bewegt fordert Beteiligung

Die Corona-Pandemie beherrscht seit März dieses Jahres weite Bereiche unseres Lebens. Wahrscheinlich müssen wir noch länger „mit diesem Virus“ leben.

Jedes Land, jede Stadt, jede Gemeinde versucht, in der Abwägung zwischen Vorsicht und Verantwortung einen Weg zu finden, Öffnungen zuzulassen, ohne zu hohe Risiken einzugehen. Inhaltliche, darunter auch verkehrspolitische Fragestellungen, werden inzwischen wieder diskutiert und Entscheidungen getroffen.

Vor diesem Hintergrund bringt sich Ottensen Bewegt wieder in die Debatte um ein zukunftsorientiertes Mobilitätskonzept für Ottensen ein.

Ein kurzer Rückblick: Ottensen Bewegt ist als Initiative von Anwohnern und Gewerbetreibenden entstanden, die von den Auswirkungen des Projekts „Ottensen macht Platz“ mit der Sperrung von Straßen rund um das Ottenser Kreuz (Spritzenplatz) für den Autoverkehr unmittelbar betroffen waren. Nach erfolgreicher Klage wurde das Projekt im Februar 2020 vorzeitig beendet. Auf einer Diskussionsveranstaltung in der Fabrik am 15. Februar wurde von der Bezirksamtsleiterin Frau von Berg eine offene und transparente Diskussion über zukünftige Verkehrs- und Mobilitätskonzepte für Ottensen in Aussicht gestellt. Explizit auch unter Beteiligung von Initiativen. Ottensen Bewegt hat dazu uneingeschränkt ja gesagt.

Gleichwohl wurde am 20. Februar mit der Mehrheit von Grüne/CDU in der Bezirksversammlung Altona ein Antrag unter der Überschrift „autoarmes Quartier“ beschlossen, der ohne die versprochene Beteiligung zustande kam und der keine Stellplätze für den motorisierten Verkehr mehr vorsieht, kein Bewohnerparken, keinen bewirtschafteten Parkraum für Kunden oder Ähnliches. Diesen Antrag kritisieren wir inhaltlich an vielen Punkten und lehnen ein solches Konzept ab.

Der angekündigte Runde Tisch konnte Corona-bedingt bisher verständlicherweise nicht stattfinden. Wir möchten jedoch zu einer inhaltlichen Diskussion auffordern, an der Ottensen Bewegt beteiligt wird. Bisher war das leider nicht der Fall. Wir stellen im Gegenteil leider fest, dass verkehrspolitische Maßnahmen vorbereitet oder sogar bereits umgesetzt werden.

Aus den Medien war zu erfahren, dass noch in diesem Jahr Bewohnerparken für Altona und auch für Ottensen eingeführt werden soll. Dies begrüßen wir ausdrücklich Allerdings sollen nach dieser Konzeption einige Straßen rund um den Spritzenplatz von Bewohnerparken ausgenommen werden. Über öffentlich zugängliche Quellen sind hierzu jedoch keine Details zu erfahren. Uns würde in diesem Zusammenhang insbesondere interessieren, um welche Straßen es sich handelt, warum diese ausgenommen sind und wer die Entscheidung hierüber trifft. Möglicherweise gibt es für das Ausnehmen bestimmter Straßenzüge nachvollziehbare Argumente.

Ottensen Bewegt hat in einem eigenen Mobilitätskonzept bereits inhaltliche Eckpunkte aufgeführt, u.a.:

– ganztägig mögliche Erreichbarkeit für den Lieferverkehr der Gewerbetreibenden und die Anfahrbarkeit durch Anwohner, Kunden, Patienten, etc.

– baulich-räumliche Maßnahmen im Straßenraum, z.B. breitere Fußwege, Aufenthaltsbereiche etc.

– inhaltliche Maßnahmen des Zusammenlebens und der quartiersverträglichen Mobilität, z.B. Tempobeschränkungen, Bewohnerparken, Reduzierung des „ungeregelten“ Cornerns

Ein zukunftsgerichtetes Mobilitätskonzept bedarf einer gründlichen Analyse der Ist-Situation. Ottensen Bewegt fordert daher die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie vor Umsetzung eines umfassenden Verkehrs- oder Mobilitätskonzeptes für Ottensen. In einer solchen Machbarkeitsstudie sollen die klare Benennung der Entwicklungsziele, die Analyse der Bestandssituation sowie alternative Entwicklungsszenarien enthalten sein. Die Folgen der Umsetzung eines bestimmten Verkehrskonzeptes auf den Straßenverkehr und auf die Umwelt, die Auswirkungen auf die Durchmischung eines Gebietes hinsichtlich Wohnen/Gewerbe sowie auf die Wertentwicklung von Immobilien und von Mietpreisen sind zu durchleuchten. Die Kriterien der Machbarkeitsstudie sowie deren Ergebnisse müssen laufend der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und öffentlich diskutiert werden.

Zum Schluss noch ein Aufruf in eigener Sache:

Aufgrund der geltenden Corona-Regeln können wir aktuell keine öffentlichen Versammlungen durchführen. Wer uns unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen. Bitte schreibt in diesem Fall eine Mail an: info@ottensenbewegt.de

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Die umfangreichen Informationen rund um
Corona-Hilfen sind hierhin gewandert!

Quelle: NDR/extra3

Presseschau NDR Extra3:
Realer Irrsinn: Weniger Autos, mehr Stress in Ottensen

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Offener Brief von „Ottensen bewegt“ an Tim Schmuckall, CDU Altona, als Reaktion auf seine Aussage im Hamburger Abendblatt vom 27.2.2020

Sehr geehrter Herr Schmuckall,

in einer Nachricht vom 27.2.2020 im Hamburger Abendblatt werden Sie wie folgt zitiert:

„ …es gab Gesprächsangebote im Vorfeld der Bezirksversammlung (mit Ottensen bewegt, Anm. d. Verf.), die leider ausgeschlagen wurden. Ich habe „Ottensen bewegt“ aus diesem Grund auch vorab unseren Antrag gemailt.“

Ottensen bewegt stellt zu Ihrer Aussage fest:

Sie haben uns am 19.2., also einen Tag vor der Abstimmung am 20.2.2020 in der Bezirksversammlung via info@ottensenbewegt.de tatsächlich eine E-Mail mit folgendem Text und entsprechender Anlage (Antrag der Fraktionen der CDU und Grüne) geschickt:

„Sehr geehrte Frau Licari,

auch wenn der Antrag Ihnen evtl. schon bekannt sein dürfte, anbei der von CDU und Grünen eingebrachte Antrag zum autoarmen Quartier Ottensen.

Wie Sie dem Antrag entnehmen können, haben wir auf Grundlage der Evaluation Punkte definiert, die im weiteren Verfahren zu klären sind, dazu gehören vor allem auch rechtliche und bauliche Fragen. Ein Zeitpunkt zur Realisierung steht ausdrücklich nicht im Antrag, da vor einer Entscheidung auf jeden Fall eine umfassende Beteiligung der Anwohner und Gewerbetreibenden notwendig und vorgesehen ist. Das Bezirksamt wird dazu ein entsprechendes Beteiligungsverfahren vorschlagen.

Für weitere Fragen und Anregungen stehe ich gerne zur Verfügung und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Tim Schmuckall
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender
Verkehrspolitischer Sprecher“

Wir haben diese E-Mail nicht als “Gesprächsangebote” (der Plural kommt von Ihnen) verstanden, da dieses Wort von Ihnen nirgendwo verwendet wird und eine E-Mail mit diesem Inhalt nur einen Tag vor einer relevanten Abstimmung auch nicht im klassischen Sinn als Gesprächsangebot gewertet werden kann. Weitere Frage- und Anregungsangebote Ihrerseits oder Gesprächsangebote von anderer Seite liegen uns ebenfalls nicht vor bzw. haben uns bisher zu diesem Zeitpunkt leider nicht erreicht.

Ottensen bewegt
Hamburg, 28.2.2020

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Ottensenbewegt-PM1-2020-final

Bild (22.2.2020)
“Unterirdisch”, “Brandstifter” – Autofrei-Zoff in Ottensen eskalierthttps://www.bild.de/regional/hamburg/hamburg-aktuell/unterirdisch-brandstifter-autofrei-zoff-in-ottensen-eskaliert-68952030.bild.html

Hamburger Abendblatt (21.2.2020)
Ottensen autofrei: Eklat bei Bezirksversammlung in Altona – Bezirksamtschefin Stefanie von Berg (Grüne) kritisierte zwar die Wortwahl Botzenharts, sagte aber auch: „Ich habe mich über Herrn Capar sehr geärgert. Er hat mit seiner Äußerung im Vorfeld der Bezirksversammlung Öl ins Feuer gegossen.” https://www.abendblatt.de/hamburg/article228494965/Ottensen-autofrei-Bezirksversammlung-Altona-Hamburg-Eklat-Capar-Botzenhart.html

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Zwischen “Bürgerbeteiligungs”-Traum der Anwohner und Gewerbetreibenden …

Hamburger Abendblatt (15.2.2020):
Ottensen autofrei: Bezirk Altona gibt “Versäumnisse” zu – Bezirksamtchefin Stefanie von Berg verspricht zukünftig mehr Bürgerbeteiligung – (https://www.abendblatt.de/hamburg/altona/article228434279/Ottensen-macht-Platz-Hamburg-autofrei-Bezirk-Altona-Versaeumnisse.html)

… und politischer Realität liegt nur eine Woche!

NDR: “Ottensens Kern wird dauerhaft fast autofrei” (21.2.2020) – die Mehrheit der Grünen und der CDU stimmt ohne “Runden Tisch” (Forderung der Bezirksamtschefin Altona) mitten im Hamburger Wahlkampf übereilt für eine “fast autofreie Zone”! (https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Ottensens-Kern-wird-dauerhaft-fast-autofrei,autofreiesottensen102.html)

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Stellungnahme-zum-Antrag-Grüne-CDU-für-20.2.20

Fragen_Gisela

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Niemals wieder sollte ein Geschäft gezwungen sein, ein solches Schild aufzuhängen!
(Foto: Ottensen bewegt)

Jetzt beginnt die Arbeit: Ottensen bewegt freut sich auf den Runden Tisch und ruft zu Solidarität auf (veröffentlicht am 16.2.2020 – kurz nachdem Frau v. Berg zur “Versöhnung” und zum “Runden Tisch” aufgerufen hat)

Die mit Spannung erwartete Veranstaltung in der Fabrik war wichtig und gut.
Die vorgestellten Ergebnisse aus der zu dem Projekt der autofreien Zone vorgenommenen Befragung haben gezeigt: Die große Mehrheit der Ottenser wünscht eine Wende in der Verkehrspolitik. So auch Ottensen bewegt.

Aus unserer Sicht wurde in dieser Veranstaltung durch die neue Leiterin des Bezirksamtes Stefanie von Berg auch ein wichtiger und mutiger Schritt zur Rückgewinnung von Vertrauen getan, indem sie einräumte, dass die Bürgerbeteiligung in der Vorbereitung und während des OMP-Projektes nicht ausreichend gewesen sei. Schließlich handelt es sich hierbei um einen zentralen Kritikpunkt, der bis zu diesem Wochenende vom Bezirksamt sowie von den OMP-Verantwortlichen immer bestritten wurde. Glaubhaftigkeit und Vertrauenswürdigkeit sind Voraussetzungen für jede Form der Zusammenarbeit.

Nun kann die eigentliche Arbeit beginnen, wie die von allen gewünschte Verkehrswende aussehen soll. Und wie diese ganz konkret in Ottensen umgesetzt werden kann.
Viele Fragen sind dabei zu klären: Wie kann der ruhende Autoverkehr zurückgedrängt werden, damit Kunden und Lieferanten tatsächlich wieder Haltemöglichkeiten haben und Fußgänger mehr Raum bekommen? Wie kann eine intelligente Verkehrsführung aussehen inkl. Tempolimiten? Wie können Fahrradfahrer sicher durch die engen Straßen kommen, ohne durch Autos gefährdet zu sein, aber auch ohne selbst eine Gefährdung für Fußgänger darzustellen? Wo können Flächen für (Lasten-)Fahrräder entstehen? Ist es zumutbar, dass diese einige Gehminunten von den Geschäften entfernt liegen? Und, und, und.

Wir begrüßen ausdrücklich die Einrichtung eines „Runden Tisches“, wie von der Bezirksamtsleiterin auf der Fabrik-Veranstaltung angekündigt. Alle müssen an einen Tisch, die gewillt sind, konstruktiv mitzuarbeiten: Anwohner, Gewerbetreibende, Interessierte, Vertreter von Bürgerinitiativen etc.

Wir bleiben dabei unserer Grundhaltung treu: Ein umsichtiges Mobilitätskonzept ist gefragt, das alle Nutzungen und Verkehrsteilnehmer berücksichtigt. Wir stehen für ein lebendiges Quartier, das einen attraktiven Mix aus Wohnungen, Geschäften, Handwerksbetrieben, Gastronomie, Ärzten und mehr darstellt.

Und jetzt möchten wir noch einen Aspekt ansprechen, der uns sehr am Herzen liegt und den auch Frau von Berg in der Fabrik richtigerweise aufgenommen hat.
Das OMP-Projekt hat zu einer Spaltung geführt, eine Spaltung zwischen Befürwortern und Kritikern. Die Schnelligkeit und Heftigkeit dieser Spaltung hat uns und wohl auch viele andere überrascht und erschrocken. Bei uns organisierte Anwohner und Mitglieder, die sich auch öffentlich äußern, berichten von schwierigen Diskussionen im Freundes- und Bekanntenkreis. Einige werden auch auf der Straße von fremden Menschen bepöbelt.
Es gab eine gezielte Kampagne bei Google, bei der Geschäfte oder Selbständige, die Ottensen bewegt zugerechnet wurden, Negativbewertungen erhielten. Dagegen sind wir erfolgreich vorgegangen.
Es gab sogar Boykottaufrufe gegen einzelne Geschäfte.
Leider haben all diese Vorkommnisse dazu geführt, dass sich viele Geschäfteinhaber oder auch private Kritiker nicht mehr öffentlich äußern. Das darf in unserer offenen und demokratischen Gesellschaft nicht sein!

Deswegen rufen wir dazu auf: Egal, ob man das OMP-Projekt befürwortet hat oder nicht. Egal, ob man ein Auto besitzt oder nicht. Egal, ob man Kopfsteinpflaster mag oder nicht.
Jeder/Jede von uns kann Zivilcourage zeigen und Provokationen, Boykottaufrufen und persönlichen Anfeindungen entgegentreten. Auf Facebook, auf öffentlichen Diskussionsveranstaltungen, auf der Straße.

Und wer Ottensen liebt, kauft jetzt noch bewusster und gern in allen Geschäften oder besucht als Kunde alle Läden, die unser Stadtteil zu bieten hat.

Niemals wieder sollte ein Geschäft gezwungen sein, ein solches Schild aufzuhängen!

Ina Licari
stv. Sprecherin Ottensen bewegt

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Stellungnahme von „Ottensen bewegt“ zur Ottensen macht Platz-Evaluation (6.2.2020)

Ottensen-bewegt_Stellungnahme-zur-Evaluation-OMP

Offener Brief von „Ottensen bewegt“ (31.1.2020)

Liebe Bewohner, Gewerbetreibende, Arbeitende und Interessierte an unserem wunderschönen Ottensen,

das Verwaltungsgericht Hamburg hat den Eilanträgen von Anliegern gegen die im Rahmen des Projekts „Ottensen macht Platz“ probeweise eingerichtete Fußgängerzone am 27. Januar 2020 stattgegeben.

Das heißt: Die probeweise Einrichtung einer Fußgängerzone in 3 definierten Straßenabschnitten rund um das Ottenser Kreuz wird zeitnah beendet.

Die Initiative „Ottensen bewegt“ begrüßt das Urteil des Verwaltungsgerichts Hamburg.

Denn es beweist: Abseits von politischen oder ideologischen Interessen muss jegliches Verwaltungshandeln auf geltendem Recht beruhen. Und dieses Recht ist auch einklagbar.

Wir danken ausdrücklich denjenigen, die bereit waren, die Mühen, Kosten und persönlichen Anfeindungen dieses Weges auf sich zu nehmen. Denn wir wissen, dass die Kläger ein großes Maß an Zivilcourage zeigen und erhebliche finanzielle Kosten auf sich nehmen mussten, um dieses Urteil zu erwirken!

Das ist traurig, denn es bedeutet im Umkehrschluss, dass Menschen mit weniger Durchhaltekraft und weniger finanziellen Ressourcen diesen Weg nicht gehen könnten und somit offensichtliches Unrecht hinnehmen müssten.

Ottensen bewegt” setzt sich unverändert und weiterhin für ein umsichtiges Mobilitätskonzept ein, das alle Nutzungen und Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt berücksichtigt. Wir stehen für ein lebendiges Quartier, das einen attraktiven Mix aus Wohnungen, Geschäften, Handwerksbetrieben, Gastronomie, Ärzten und mehr darstellt.

Ottensen bewegt möchte nicht, auch wenn das gern anders dargestellt wird, die unveränderte Wiederherstellung des Status quo vor dem 1.09.2019.

Wir stören uns nur massiv an der Art der Umsetzung des Projekts der autofreien Zone.

So hat z.B. eine Anhörung oder gar Mitbestimmung der direkt betroffenen Anwohner und Gewerbetreibenden im Vorwege niemals stattgefunden.

Auch in dem laufenden Erprobungsprozess seit dem 1. September 2019, in dem die in „Ottensen bewegt“ zusammengeschlossenen Anwohner und Gewerbetreibenden regelmäßige Jour Fixes mit dem Bezirksamt hatten, wurden keine Korrekturen vorgenommen. Die Sorgen und Nöte der betroffenen Anwohner und Gewerbetreibenden wurden schlicht vom Tisch gewischt. Z.B. mit dem Argument:“ Wenn auf jedes Einzelschicksal Rücksicht genommen würde, könnte man so ein Projekt ja niemals durchsetzen“.

Das ist unmenschlich, bürgerfremd und nicht akzeptabel.

Der Beschluss des Verwaltungsgerichts Hamburg ist derart eindeutig, dass die Frage erlaubt sein muss, warum die beklagten Behörden so offenkundig gegen geltendes Recht verstoßen haben. Durch das rigorose Verhalten des Bezirksamts Altona wurden unsere aller Steuergelder sinnlos verschwendet.

Darüber hinaus hat die Hauruck-Maßnahme der autofreien Zone und deren kompromisslose Umsetzung zu einer Spaltung innerhalb des Quartiers geführt, die es vorher nicht gab. Wir werden aktiv daran mitwirken, wieder zu einem bunten, toleranten und liberalen Miteinander zurückzukehren.

Wir laden alle ein, mit uns in eine offene Diskussion darüber zu gehen, wie ein zukunftsorientiertes Mobilitätskonzepts für Ottensen aussehen könnte. Ein Mobilitätskonzept, das auch die Interessen der direkt Betroffenen berücksichtigt.

Dr. Ina Licari
stv. Sprecherin “Ottensen bewegt

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MELDUNG VOM 28.1.2020:
“AUTOFREIES OTTENSEN IST RECHTSWIDRIG

Originalmeldung des Hamburger Justizportals:

https://justiz.hamburg.de/aktuellepresseerklaerungen/13538754/pressemitteilung/

Meldungen der Hamburger Medien:


https://www.hamburg1.de/nachrichten/43659/Autofreies_Ottensen_ist_rechtswidrig.html

https://www.abendblatt.de/hamburg/altona/article228264817/Ottensen-autofreie-zone-rechtswidrig-eilantrag-gericht-hamburg-verkehrsversuch.html

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article205408089/Autos-wieder-zugelassen-Gericht-kippt-autofreie-Zone-in-Hamburg.html

https://www.mopo.de/hamburg/hammer-urteil–hamburger-gericht-verbietet–autofreie-zone–in-ottensen-33814542

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Autofreie-Zone-in-Ottensen-steht-vor-dem-Aus,ottensen218.html

https://www.bild.de/regional/hamburg/hamburg-aktuell/sieg-fuer-gegener-von-ottensen-macht-platz-autofrei-in-ottensen-verboten-67615184.bild.html

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Bürgerschaftswahl 2020-Umfrage – OMP ein zu heißes Eisen? – nur Frau Özdemir antwortet!

Spitzenkandidat der Hamburger SPD ist Bürgermeister Peter Tschentscher. Die Grünen schicken Katharina Fegebank ins Rennen. Die CDU hat mit Marcus Weinberg ihren Kandidaten, die FDP bietet Anna von Treuenfels-Frowein. Und die Linke hat Cansu Özdemir zur Spitzenkandidatin gekürt. Wir haben allen fünf über deren persönliche Websites (oder die entsprechende Parteiseite) folgende E-Mail am 13.1.2020 abgeschickt:

Betreff: Ihre Meinung zu „Ottensen macht Platz“

Sehr geehrter Herr/Frau Nachname,


wir würden – stellvertretend für alle Ottenser und Hamburger – gerne von Ihnen wissen, welche Meinung Sie zu einem von Hamburgs größten Verkehrsprojekten, zu „Ottensen macht Platz“ haben? Ihre Antwort werden wir auf unserer Homepage (www.ottensenbewegt.de) veröffentlichen.

Vielen Dank vorab und beste Grüße
Ihre „Ottensen bewegt“-Initiative

Bis heute (19.1.2020) hat leider nur Cansu Özdemir wie folgt geantwortet:

„Ottensen macht Platz“ ist ebenso wie das „autofreie Rathaus-Quartier“ ein zu begrüßendes Verkehrsprojekt. Beide machen deutlich, dass der motorisierte Autoververkehr aus den Stadtteilen größtenteils verbannt werden, ohne dass es für die Ver- und Entsorgung, den Lieferverkehr oder Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen zu negativen Auswirkungen kommen muss. Die Lebens- und Aufenthaltsqualität steigen. Was nicht steigen darf, sind die Mieten. Deshalb gilt es auch hier, Verkehr und Stadtentwicklung gleichzeitig im Blick zu haben und die (weitere) Verdrängung von Bewohner_innen und Läden zu zu verhindern. Was immer noch fehlt, ist die breite Diskussion und Inangriffnahme des von den Ottenser Gestalten und der LINKEN beantragten Verkehrskonzeptes, das für ganz Ottensen vor allem eine Entlastung vom Durchgangsverkehr vorsieht.

Vielen Dank, Frau Özdemir – und vielleicht kommt ja doch noch etwas von den anderen Spitzenkandidaten?

Am 27.2.2020 kam die Antwort der Grünen. Hier ist sie (in leicht gekürzter Form):

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die GRÜNEN haben das Projekt „Ottensen Macht Platz“ im Bezirk Altona mit initiiert und von Anfang an unterstützt. Wir finden es richtig so etwas zunächst versuchsweise auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln. Von Beginn an stand fest, dass eine Mobilitätswende nur mit den Menschen gelingen, nicht von oben verordnet werden kann. Das Beteiligungskonzept von cities4people kam da gerade recht. Dort wurde festgestellt, dass der Bereich, in dem Ottensen Macht Platz derzeit läuft, sich ideal für verkehrsberuhigende Maßnahmen eignet, weil es so gut wie keinen Durchgangsverkehr gibt und auch kaum legale Parkplätze im öffentlichen Raum. Gleichzeitig hatte sich eine Bürgerinitiative zu Wort gemeldet, die Ottenser Gestalten, die lautstark und mit viel Unterstützung aus der Anwohnerschaft auf massive Verkehrsberuhigung gedrängt haben. Ideale Voraussetzungen also. Der Antrag in der Bezirksversammlung, der von den Fraktionen von GRÜNEN, SPD, CDU und Linken gemeinsam beschlossen wurde, lautete also den Versuch ein halbes Jahr lang stattfinden zu lassen, die EU-Fördermittel von Cities4people dafür zu nutzen und eine seriöse Evaluation und Auswertung durch die TU Hamburg zu beauftragen. Betrachtet werden sollte unter anderem die Umsatzentwicklung der Gewerbetreibenden vor Ort, um die Sorgen, die in der Regel auftreten, wenn eine Verkehrsberuhigung durchgeführt wird, einerseits mit Fakten entkräften zu können, andererseits aber auch bedrohliche wirtschaftliche Entwicklungen nicht zu übersehen.

Das Bezirksamt Altona hat sich also auf den Weg gemacht und gemeinsam mit der Innenbehörde (die letztlich solche Anordnungen genehmigen muss) einen Weg definiert, wie es gehen kann, einerseits die Autos rauszuhalten, um den Menschen wieder mehr Platz zu verschaffen, andererseits Radfahrende, Lieferverkehre, Krankentransporte und Taxen weiterhin zu ermöglichen. Das war aufwändig und nicht einfach. Es zeigt auf, wie unflexibel und überarbeitungsbedürftig die Straßenverkehrsordnung nach wie vor ist. Wie groß der Bedarf an mehr Veränderungsmöglichkeiten ist, zeigt sich durch das überregionale Interesse, das “Ottensen Macht Platz“ erzeugt hat. Nachfragen, wie dieser Versuch bewerkstelligt wurde, erreichen uns aus vielen Städten und Gemeinden, u.a. aus Berlin. „Ottensen Macht Platz“ läuft noch bis Ende Februar, die Auswertung der TU Hamburg liegt noch nicht vor.

Ob eine Verstetigung erfolgen soll oder nicht, wird von den Ergebnissen dieser Evaluation abhängen. Wir GRÜNE würden uns über eine breite Zustimmung zu dieser Maßnahme sehr freuen und unseren Kurs der Beteiligung und der Mobilitätswende dadurch bestätigt sehen. Die Ergebnisse warten wir aber erst einmal ab.

Herzliche Grüße
Astrid Bode, BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Hamburg

Und so sah der Fragebogen für Gewerbetreibende aus:

20-01-09_OMP_Fragebogen-Gewerbetreibende

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Autofreie Zone ist für Grün/Schwarz offensichtlich beschlossene Sache

Die autofreie Zone in Ottensen unter dem Namen „Ottensen macht Platz“ war ursprünglich als ein Pilotprojekt angelegt, das über 6 Monate vom 1.09.2019 bis zum 29.02.2020 laufen sollte.
Unter Berücksichtigung aller Daten und Erfahrungen dieses gesamten Projektzeitraums sollte anschließend entschieden werden, wie es weitergeht.
Trotz heftiger Kritik an der Art der Umsetzung sowie massiver Sorgen und Nöte von direkt betroffenen Anwohnern und Gewerbetreibenden treiben Grüne und CDU das Projekt unverdrossen voran.

Auf der Veranstaltung für Gewerbetreibende am 4. Dezember im VIVO wurden etliche Kritikpunkte bis hin zu deutlichen Existenzsorgen vorgebracht.
Doch das alles ficht das ausführende Bezirksamt sowie Grüne und CDU nicht an. Einer anwesenden Bürgerin wurde auf der Veranstaltung von einer Mitarbeiterin des Bezirksamts ins Gesicht gesagt, dass die Gewerbetreibenden eben kreativer sein müssten. Man könnte sich als betroffener Betrieb ja auch mit einem anderen zusammentun, z.B. beim Kauf eines Blumenstraußes in dem einen Geschäft könne man ein Hemd umsonst reinigen lassen.

Ein anwesender Grünen-Bezirksabgeordneter stand einfach auf und verließ den Tisch, als er sich mit kritischen Fragen von Gewerbetreibenden konfrontiert sah.
Es muss nicht verwundern, dass sich Betriebe, die jetzt unter erheblichen Umsatzeinbußen leiden, nicht ernst genommen fühlen.

Auf der Sitzung des Hauptausschusses am 12. Dezember wurde mit den Stimmen von Grünen und CDU beschlossen, dass die reguläre Sitzung der Bezirksversammlung vom 27.02.2020 um eine Woche vorgezogen wird und somit am 20.02.2020 stattfindet. Auf dieser Sitzung soll final darüber entschieden werden, ob die autofreie Zone dauerhaft eingerichtet wird oder nicht. Am 23.02.2020 findet die Wahl zur Hamburger Bürgerschaft statt. Dieser zeitliche Ablauf ist kein Zufall, es ist Kalkül.
Insbesondere SPD und FDP haben auf der Sitzung des Hauptausschusses darauf hingewiesen, dass die Evaluation ja noch läuft, dass erst im Januar die Befragung der Gewerbetreibenden stattfinden soll, dass vor einer Entscheidung solcher Tragweite ausreichend Zeit zur Beratung auch innerhalb der Fraktionen gegeben werden sollte. Man könne für einen Zeitraum von z.B. weiteren 4 Monaten die jetzt gesperrten Straßen für den Autoverkehr wieder öffnen und gleichzeitig Anwohnerparken einführen, die Fußwege verbreitern und anderes. Alle diese Argumente wurden vom Tisch gewischt. Und gleichzeitig auch die mögliche Einführung von Anwohnerparken, denn in einer autofreien Zone gibt es auch kein Anwohnerparken.


Im November hat die Befragung der Anwohner durch die TU Hamburg stattgefunden. Uns haben inzwischen etliche Emails erreicht, in denen betroffene Anwohner berichten, keine Karte erhalten zu haben und somit nicht an der Befragung teilnehmen zu können. Während der Sitzung des Hauptausschusses äußerte sich der Bezirksabgeordnete der Linken, Robert Jarowoy genauso: Er ist Anwohner innerhalb der autofreien Zone und hat keine Information über die laufende Umfrage erhalten. Vor diesem Hintergrund muss man fragen, wie valide die Umfrage eigentlich ist.

Der Bezirks-Seniorenbeirat Altona berichtet außerdem von vielen älteren Menschen, die ebenfalls Probleme hatten, an der Online-Umfrage teilzunehmen. Außerdem hätten sich viele an den Seniorenbeirat gewandt, da sie sich jetzt innerhalb des OMP-Gebiets wegen der vielen rücksichtslosen Radfahrer unsicherer fühlen als zuvor. Und besonders erschreckend: Diese zumeist älteren Menschen möchten anonym bleiben, da sie Angst vor Anfeindungen haben, wenn sie sich offen kritisch zu der autofreien Zone äußern!

Wir sagen: Egal, wie man inhaltlich zu Ottensen macht Platz steht: Wenn so massiv in Lebensbereiche von Anwohnern, wenn so massiv in den Geschäftsablauf von Gewerbetreibenden eingegriffen wird, sollten die Bürgerinnen und Bürger direkt mitgenommen, gehört und gefragt werden.

Im Hauptausschuss wurde auch über eine Bürgerwerkstatt am 15.2. abgestimmt. Auf Antrag von Frau Böhlich/Grüne und unterstützt von der neuen Bezirksamtsleiterin v.Berg soll es lediglich eine Informationsveranstaltung werden: also ohne gemeinsame Diskussion!?

Die Realität ist leider: Grün/Schwarz hat gerade die Mehrheit und setzt die autofreie Zone durch, weil sie es können.
Es wird nicht einmal mehr der Anschein erweckt, als ob noch irgend etwas ergebnisoffen wäre.

Damit fällt Grün/Schwarz im Übrigen deutlich hinter den Beschluss der Bezirksversammlung vom 28. März 2019 zurück. Hier heißt es unter Punkt 7 u.a.: „Um eine mögliche Verstetigung umzusetzen, muss ein umfassender und laufender Beteiligungsprozess der Ottenser*innen, der betroffenen Gewerbetreibenden, Gastronomen und Eigentümer während des gesamten Projektes stattfinden. Die Ergebnisse müssen umfassend dokumentiert werden.“

Nun – zwischen der Bürgerwerkstatt am 15.2.2020 und der vorgezogenen Bezirksversammlung am 20.2.2020 liegen lediglich 5 Tage. Dies macht es schlicht unmöglich, seitens der Verwaltung die Ergebnisse der Werkstatt für die Fraktionen zu dokumentieren und auf dieser Basis in den Fraktionen die Ergebnisse sachgerecht und angemessen zu beraten. Denn ein „Reallabor“ Ernst nehmen, heißt auch, offen zu sein für Anpassungen an den vorab festgelegten „Spielregeln“ von Ottensen macht Platz.

Als fachlichen Input für die zukünftige verkehrliche Gestaltung des Pilotquartiers hat die Initiative „Ottensen bewegt“ Eckpunkte eines Verkehrskonzeptes vorgelegt. Unser Konzept berücksichtigt alle Nutzungen und Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt im gesamten Quartier, anstatt ausschließlich auf „autofrei“ zu setzen. Denn auch „Ottensen bewegt“ erkennt die dringende Notwendigkeit einer Verkehrsminderung für unseren Stadtteil – für uns beinhaltet eine angemessene Veränderung allerdings ein umsichtiges Mobilitätskonzept, das echte Chancen im Sinne einer Verkehrswende zu bieten hat.

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Die Initiative „Ottensen bewegt“ möchte Anwohnern und Gewerbetreibenden, die von den Auswirkungen des Projekts „Ottensen macht Platz“ unmittelbar betroffen sind, eine Stimme geben.

Auf unserer Plattform sind Anwohner und Gewerbetreibende dazu eingeladen, Ihre Erfahrungen und Meinungen zum laufenden Projekt zu veröffentlichen.

Auch „Ottensen bewegt“ erkennt die dringende Notwendigkeit einer Verkehrsminderung für unseren Stadtteil!

Für uns beinhaltet eine angemessene Veränderung allerdings ein umsichtiges Mobilitätskonzept.

Anstatt ausschließlich auf „autofrei in drei Straßen“ zu setzen, fordert „Ottensen bewegt“ ein Mobilitätskonzept, das alle Nutzungen und Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt im gesamten Quartier berücksichtigt.

Wir wünschen uns damit ein Konzept, das echte Chancen im Sinne einer Verkehrswende zu bieten hat.

Der Politik lagen schon vor Projektbeginn Konzeptvorschläge von verschiedenen Ideengebern dazu vor.

Wir möchten, dass die Konflikte zwischen einzelnen Verkehrsteilnehmern reduziert werden, und dass die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Anwohner und Gewerbetreibende nicht unnötig eingeschränkt werden.

Wir wünschen uns auch in Zukunft, in einem lebendigen Quartier leben und arbeiten zu können – mit einem unterstützenswerten Mix aus Wohnungen, Geschäften, Handwerksbetrieben, Gastronomie, Ärzten und mehr.

Ottensen-bewegt_Eckpunkte-neu

Hier geht es zu unseren weiteren Forderungen!

Wohl eine Verzweiflungstat des Bezirksamts Altona auf „Rädern“, um dem Stadtteil etwas mehr „Leben” einzuhauchen. Was das wohl für Gelder (und wessen) verschlungen haben muss, um diese Holzkisten zu realisieren, die innen mit dickem Plastik ausgeschlagen sind? Wie viele Bäume mussten ihr Leben lassen, um als Abstellfunktion von Plastiktüten und Putzmittel herzuhalten? Ich hätte die „gefällten” Bäume lieber als ganze Bäume einpflanzen lassen. Dafür vielleicht ein paar Pflastersteine geopfert, um den Raum für die Pflanzen zu schaffen, denn Parkplätze gibt es ja nun nicht mehr … (Foto und Text: Anwohnerin M. Stüber)

Neues Zonenmobiliar (Foto: Klaus Mensing)

Straßen verschönert? – (Foto: Kader Haydaroglu)
Großes Chaos heute gegen 14:40 Uhr an der Ecke Hohenesch/Bahrenfelder Straße:
Der Bus kann wegen falsch geparkter Autos nicht mehr abbiegen. Folge: riesiger Rückstau.
Welche Schlüsse mögen die klugen Leiter des Reallabors daraus ziehen? Gar dass der Verkehr sich in umliegende Straßen verlagert, wenn Teile anderer Straßen gesperrt werden? Das wäre dann allerdings eine Folgerung auf einem erstaunlichen kognitiven Niveau.
Gruß
Reinhard Sooß
(Text und Foto)
Ottenser Hauptstraße am 22.9.2019 um 11:50 Uhr bei schönstem Wetter. Eigentlich sollte um diese Uhrzeit ein “Gemeinsames Frühstück in der Ottenser Hauptstraße” (nicht die Personen rechts an den Tischen in der “Reisebar”) stattfinden – von Ottensen macht Platz (Bezirksamt Altona) organisiert. Der Event wurde aber erst am 19.9. auf der Website von Ottensen macht Platz gepostet. Ein schaurig-schönes Beispiel für Ottensen bewegt, wie intransparent und stark optimierbar die Bezirksamt-Informationspolitik im Zusammenhang mit dem Projekt ist, um Anwohner, Bürger und Gewerbetreibende wirklich mitzunehmen.
Das NDR Journal zu Besuch in Ottensen am 10.9.2019
Aktuelle Parkplatzsituation in den kleinen, aktuell stark zugeparkten Straßen in Ottensen: “Wendehammer im Piependreiherweg (Feuerwehrzufahrt!), in dem sich nun zu nahezu allen Tages- und Nachtzeiten die Autos drängen” – Foto und Text: Reinhard Sooß (6.9.2019)

Brief einer Ottenserin: “Ich wohne seit 27 Jahren in Ottensen und noch nie wurde dieser Stadtteil so zerrissen” (einfach auf Text klicken).

Ottensen bewegt - Ottenser Straße am 3.8.2019

Ottensen bewegt-Interview mit Robert Jarowoy
Genauso wie die AnwohnerInnen im Vorfeld und bis heute nie befragt wurden, wird die Evaluierung darin bestehen, dass festgestellt werden wird, dass „alle“ das Projekt toll finden – Interview mit Robert Jarowoy, dem einzigen Lokalpolitiker in Altona, der auch Anwohner im neuen Flanierquartier in Ottensen ist, in unserer neuen Rubrik “Originalstimmen” (einfach auf diesen Text klicken).

Das Ende eines Zebrastreifens? (2.9.2019 – Foto: Hein-Behrens)

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Kontodaten:
Ottensen bewegt – Anette Kaiser-Villnow
Dt. Apotheker- und Ärztebank
DE 30 3006 0601 0301 2984 96

Kontoinhaberin ist eine der zwei Sprecherinnen Anette Kaiser-Villnow. Kontoprüferin ist die stv. Sprecherin Dr. Ina Licari.

(Letzte Aktualisierung der Website: 23.11.2020)